Schnarchen

Die nächtliche Lärmentwicklung, die mit dem Schnarchen verbunden ist, ist nicht nur eine belastende Tatsache für jede harmonische Beziehung, das Schnarchen ist auch ein Risiko für die Gesundheit des Betroffenen. Dem Thema Schnarchen und was dagegen getan werden kann widmen sich viele medizinische Studien, es gibt viele Hilfsmittel, Ratschläge und natürlich auch Witze, die die Betroffenen meist nicht lustig finden.

Was ist Schnarchen?

Gekennzeichnet ist das Schnarchen durch laute Geräusche beim Atmen während der Schnarcher schläft. Wenn es während des Schnarchens nicht zu Atemstörungen oder zur Beeinträchtigung des eigenen Schlafes kommt, sprechen die Experten vom primären Schnarchen. Setzt beim Schnarchen hingegen zeitweise für mehr als zehn Sekunden die Atmung aus, nennt der Experte das apnoisches oder auch obstruktives Schnarchen.

Das so genannte Geräuschphänomen während des Schlafens kommt häufig vor, bis zu 80 Prozent aller Männer, die älter als 50 Jahre sind, schnarchen beim Schlafen. Verglichen mit der gesamten Bevölkerung sind zwischen 10 und 30 Prozent betroffen. Bei Lautstärken von bis zu 26 bis zu 90 Dezibel kann das Schnarchen eine Lautstärke erreichen, die den Geräuschen entspricht, die ein fahrender LKW verursacht. Je lauter die Geräusche sind, die der Betroffene verursacht, desto störender ist das für den Partner oder die Menschen in der unmittelbaren Umgebung.

Wie entsteht das Schnarchen?

Während des Schlafs erschlafft die Muskulatur im Nasen- und Rachenraum, das ist bei jedem Menschen so. Sind die oberen Luftwege aber verengt, erhöht sich die Strömungsgeschwindigkeit in der Atemluft, was zur Folge hat, dass der Druck im Rachenraum sinkt. Der menschliche Rachen ist ein Muskelschlauch, der aus über 20 Muskelpaaren besteht und durch den geringeren Luftdruck in Verbindung mit den erschlafften Muskeln kommt es zu einem Schlauchkollaps.

Während des einfachen Schnarchens bleibt der Luftstrom aufrechterhalten, das Gewebe im Gaumen und Rachen kollabiert nicht ganz, aber es vibriert und infolgedessen entstehen die typischen Schnarchgeräusche. Bei apnoischen Schnarchern kommt durch den zeitweisen kompletten Verschluss die zeitweilige Atempause zu Stande, bei der ein Schnarcher theoretisch auch ersticken kann. Durch eine verminderte Sauerstoffzufuhr im Gehirn wird der Schnarcher jedoch rechtzeitig wach und atmet wieder, das rettet ihm das Leben aber führt zu Schlafstörungen. Das apnoische Schnarchen führt dazu, dass die Betroffenen am Morgen oft unausgeschlafen und gerädert sind. Was wiederum zur Folge hat, dass sie nicht so belastungsfähig sind, Konzentrationsstörungen und eine erhöhte Reizbarkeit haben. Nicht selten klagen betroffene Männer im Zusammenhang mit dem Problem Schnarchen auch über Probleme mit der Potenz.

Wie kommt es zum Schnarchen?

Mehrere Faktoren müssen zusammenkommen, damit das Schnarchen entsteht. Das kann durch eine veränderte Nasenatmung bei Schnupfen, Entzündung der Nasennebenhöhlen, bei Allergien, bei vergrößerten Mandeln oder einer Verkrümmung der Nasenscheidewand sein.
Aber auch Übergewichtige, bei denen auch im Bereich von Rachen und Zunge zu viel Fett abgelagert ist, können aufgrund dessen zu Schnarchern werden. Liegt der Betroffene dann beim Schlafen auch noch auf dem Rücken, wird das Schnarchen begünstigt. Auch ein überdurchschnittlicher Alkoholkonsum oder das Einnehmen von Medikamenten kann das Schnarchen beeinflussen sowie anatomische Veränderungen des Kiefers oder der Zunge.

Wann muss ein Arzt konsultiert werden?

Wer so laut schnarcht, dass er damit andere stört oder selbst ständig geweckt wird, der sollte sich ärztlichen Rat holen, um die Ursachen abzuklären und sich unter Umständen medizinisch gegen das Schnarchen behandeln lassen. Wenn Kinder schon Schnarchen ist immer der Arzt zu konsultieren, weil meistens vergrößerte Mandeln die Ursache sind, die dann chirurgisch entfernt werden können. Oftmals wird eine Untersuchung im Schlaflabor empfholen um sicher zu gehen wie schwerwiegend das Schnarchen ausgeprägt ist.

Was jeder Schnarcher tun kann

Gegen das einfache Schnarchen gibt es alle möglichen Hausmittel, die dazu beitragen können, dass wieder Ruhe im Schlafgemach einkehrt und der eheliche Frieden wieder hergestellt werden kann.
  • Übergewichtige können ihr Gewicht reduzieren
  • Auf das Trinken von Alkohol am späten Abend soll verzichtet werden
  • Verzicht auf Schlafmittel oder Antihistaminika
  • Den Oberkörper höher legen und möglichst nicht in Rückenlage schlafen.
  • Auf eine optimale Schlafhygiene achten (Lüften, ruhige Umgebung, gleich bleibende Schlafengehenszeit)
Im Fachhandel gibt es zusätzlich viele Hilfsmittel, mit der die Schlafposition beeinflusst werden kann. Mit Kinnbinden oder Aufbiss-Schienen können Zunge und Kiefer fixiert werden oder mit speziellem Nasenpflaster oder einer Nasenklammer kann die Nasenatmung beeinflusst werden. Für die Therapie des apnoischen Schnarchens gibt es spezielle Atemmasken, die einen Überdruck in den Atemwegen erzeugen und damit verhindern, dass sich der Rachenbereich durch die entspannten Muskeln verengt. Mit dieser Atemmaske wird aber nur die Schlafapnoe behandelt, nicht das primäre Schnarchen. Wer es dennoch versuchen will, muss die damit verbundenen Kosten, die zwischen 2.500 und 3.000 Euro liegen, selbst tragen.

Schnarchen Operationen

Neben den Verhaltensveränderungen und weiteren Mitteln gegen Schnarchen wie Medikamente, Nasenpflaster, Akupunktur gegen Schnarchen und homöopathischen Mittel gegen Schnarchen, gibt es auch operative Möglichkeiten die gegen Schnarchen eingesetzt werden. Konsultieren Sie ihren Arzt des Vertrauens und informieren Sie sich hier über die Möglichkeiten einer Schnarchen Operation.

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