Schnarch OP

Schnarchen kann nicht nur lästig sein, sondern birgt auch Risiken für die Gesundheit und beeinträchtigt das allgemeine Wohlbefinden. So kommt es beim starken Schnarchen häufig zum so genannten Schlaf-Apnoe-Syndrom. Hierbei setzt die Atmung während des Schlafes zeitweise aus. Die Folge sind ständige Müdigkeit und stark herabgesetzte Leistungsfähigkeit in der Wachphase. Ebenso kann das Schlaf-Apnoe-Syndrom Auslöser ernsthafter Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems sein.

Ursache ist oftmals ein zu großes Gaumensegel - sofern dies für das Schnarchen verantwortlich ist, kann im Rahmen einer Schnarch OP Abhilfe geschaffen werden. Der eigentlichen Operation voran geht die Diagnose. Hierzu gehören die Befragung des Patienten, aber auch eingehende Untersuchungen, unter anderem auf Schnarchgeräusche, Atemströmung, Körperlage, Sauerstoffgehalt des Blutes sowie die Pulsmessung. Weitere Untersuchungen im Schlaflabor können das Bild vor der Operation vervollständigen.

Bei der Schnarch OP wird vom Gaumensegel und von den Gaumenbögen Gewebe entfernt. In der Regel erfolgt auch eine Entnahme der Gaumenmandeln sowie des Gaumenzäpfchens. Im Einzelfall kann auch eine Verkürzungsoperation des Gaumensegels in Betracht kommen, hierbei wird dann Gewebe an der Grenze zwischen weichem und hartem Gaumen herausgeschnitten. Der Eingriff kann je nach Erfordernis in örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose durchgeführt werden. Auch die Operationsmethoden sind unterschiedlich: sowohl Laserstrahlen als auch herkömmliche Operationsmesser können zum Einsatz kommen.

Je nach individuellen Voraussetzungen können im Rahmen der Schnarchen Operation auch weitere Maßnahmen wie die Entfernung der Polypen erforderlich werden, um ein optimales Operationsergebnis zu ermöglichen.

Wie alle Operationen birgt auch die Schnarch OP ein gewisses Restrisiko: Gaumen, Gaumenzäpfchen, Zähne oder Zunge können in Mitleidenschaft gezogen werden, auch Blutungen und Nachblutungen im Operationsgebiet sind möglich. Falls es vereinzelt zu Nervenschädigungen kommt, können Taubheitsgefühl oder Lähmungserscheinungen (z. B. in der Zunge) die Folge sein. Auch Geschmacksbeeinträchtigungen, Schluckprobleme oder Sprechbehinderungen sind weitere mögliche Komplikationen, ebenso wie trockene Schleimhäute, Infektionen, Narbenbildung oder Wundheilungsstörungen. Auch allergische Reaktionen können nicht völlig ausgeschlossen werden.

0 Comments:

Kommentar veröffentlichen


Top