Schnarchen Behandlung

Das Schnarchen zeichnet sich durch laute Atemgeräusche in der Schlafphase aus. Dieses Phänomen ist relativ häufig. Auf die Gesamtbevölkerung bezogen sind etwa 10 bis 30 Prozent aller Menschen betroffen. Männer schnarchen im Allgemeinen häufiger als Frauen. 60 bis 80 Prozent aller Männer über 50 Jahren schnarchen, während bei den Frauen nur 30 bis 40 Prozent betroffen sind. Nur wenige Betroffene unterziehen sich aufgrund ihres Schnarchens einer Behandlung.

Welche Schnarchen Behandlung gibt es?

Es gibt verschieden Ursachen für das Schnarchen. Im Allgemeinen entsteht das laute Atemgeräusch durch die Erschlaffung der Muskulatur des Nasen Rachenraumes. Durch eine verkrümmte Nasenscheidewand oder vergrößerte Rachen oder Gaumenmandeln wird die Strömungsgeschwindigkeit der Atemluft erhöht. Das senkt den Druck im Rachenraum. Das Rachen und Gaumengewebe vibriert aufgrund der im Rachenraum entstehenden Strömungsturbulenzen. Dadurch entsteht das eigentliche Geräusch des Schnarchens. Eine behinderte Nasenatmung lässt sich mittels Medikamenten behandeln. Eine Behandlung in Form einer Operation (Mandel oder Polypenentfernung) muss unter Umständen in betracht gezogen werden. Bei dem sogenannten apnoischen Schnarchen kann die Luftzufuhr komplett gestoppt werden und es kommt zu einer Atempause. Die verminderte Sauerstoffzufuhr im Gehirn führt zu einer Weckreaktion.
Dadurch haben Patienten die vom apnoischen Schnarchen betroffen sind oft Schlafstörungen. Beim apnoischen Schnarchen ist eine Behandlung durch einen Arzt anzuraten. Unter dem einfachen Schnarchen leidet meist nur der Partner. Der Schlaf ist äußerst wichtig und die Auswirkungen von Schlafstörungen auf das allgemeine Wohlbefinden sollten nicht unterschätzt werden. Dies allein kann Grund genug sein den Schnarchenden einer Behandlung zu unterziehen. Das Schnarchen wird durch mehrere Faktoren begünstigt. Eine belegte Nasenscheidewand wie man sie vom Schnupfen,
Allergien oder Nasennebenhöhlen-Entzündungen kennt begünstigt das laute Schnarchen.

Schnachen Behandlung durch Verhaltensänderung

Eine weitere Ursache für das Schnarchen ist dass im Schlaf die gesamte Muskulatur erschlafft und dadurch der Unterkiefer herabsinkt. Für dieses Problem gibt es eine Behandlung,
eine sogenannte Schnarchbinde die um Kinn und Scheitel gebunden wird und so das herabsinken des Unterkiefers verhindert. Auch die Muskulatur im Rachen und Schlund erschlafft. Die Zunge und das Gaumensegel können dadurch die Luftröhre versperren und erzeugen durch ihre Vibration das störende Geräusch. Um dieser Ursache des Schnarchens entgegenzuwirken kann man eine Form der Behandlung durchführen die die beim schnarchen beteiligten Muskelgruppen trainiert. Das einfache Schnarchen kann man durch sein eigenes Verhalten behandeln. Eine Gewichtsreduktion ist häufig sehr wirksam gegen das Schnarchen. Auch sollte der betroffene vor dem Schlafengehen keinen Alkohol trinken. Alkohol bewirkt eine vermehrte Erschlaffung der Atemmuskulatur.
Das Schlafen mit einem leicht erhöhten Oberkörper reduziert das Schnarchen und ist eine einfache Form der Behandlung.

Medikamente zur Schnarchen Behandlung

Eine neuartige Behandlung für das Schnarchen ist eine Methode bei der der Schnarchende mit einem Medikament behandelt wird, das in den Gaumen gespritzt wird. Das Medikament bewirkt eine Vernarbung des Gaumengewebes. Das vernarbte Gewebe härtet das Gaumensegel und reduziert so dessen Flattern. Diese Behandlung führt bei 90 Prozent der vom Schnarchen betroffenen zu einem verschwinden oder zumindest zu einer deutlichen Reduzierung der Atemgeräusche im Schlaf. Leider kommt nicht jeder Schnarcher für diese Behandlung in Frage.
Die Vorraussetzung für diese Behandlung sind freie Atemwege.
Natürlich muss auch geprüft werden ob das flatternde Gaumensegel überhaupt die Ursache für das Schnarchen ist. Diese neue Behandlung nennt sich Radiofrequenztherapie.

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