Untersuchung im Schlaflabor

Viele Menschen leiden unter Schlafstörungen unbekannter Ursache. Sie schnarchen, haben während des Schlafens kleinere Atem- Aussetzer und fühlen sich tagsüber oft müde und abgeschlagen. Häufig kann eine Untersuchung im Schlaflabor, bei der das genaue Schlafverhalten eines Patienten dokumentiert wird, helfen die Ursache der Schlafstörungen zu finden.

Denn mit einer genauen Diagnose kann man eine Therapie gegen die Schlafstörungen durchführen und dem Patienten somit helfen, wieder einen erholsamen Schlaf genießen zu können. Während einer Untersuchung im Schlaflabor muss sich der Patient verschiedenen Tests unterziehen.

Insgesamt dauert so eine Untersuchung im Schlaflabor bis zu drei aufeinander folgende Nächte. Bevor die Tests durch geführt werden können, muss der jeweilige Patient dem behandelnden Arzt sein komplettes Schlafverhalten schildern. Dazu gehört in erster Linie wann man sich zum Schlafen hin legt und wann man in der Regel wieder aufwacht. Der Arzt wird diese Daten nutzen, um schneller zu einer aussagekräftigen Diagnose zu gelangen. Nach diesem so genannten Vorgespräch beginnt die eigentliche Untersuchung. Mit dieser wird oft schon in der ersten Nacht begonnen. Via Schlaf- EEG (Elektro-Enzephalographie) untersucht der Arzt die Gehirnströme des jeweiligen Patienten während des Schlafens.

In der zweiten Nacht wird zusätzlich ein EKG (Elektro- Kardiographie) angeschlossen, welches dem Arzt hilft eventuelle, bisher unerkannte Herzrythmusstörungen während des Schlafens fest zu stellen. Neben diesen beiden wichtigen Untersuchnungen werden später, meistens ab der zweiten Nacht, noch weitere kleinere Tests gemacht, welche Aufschluss über die Schlafstörungen geben können. So werden zum Beispiel die Augenbewegungen, die natürlichen elektrischen Ströme im Muskelgewebe, der Sauerstoffgehalt des Blutes und die Atemfrequenz genaustens gemessen. Alle diese Faktoren spielen eine wichtige Rolle bei einer Untersuchung im Schlaflabor.

Damit man zu einem besseren Ergebnis kommt, sollten die Untersuchungen zu den gewohnten Schlafenszeiten des jeweiligen Patienten durch geführt werden. In besonderen Fällen ist es jedoch auch möglich, die Untersuchung im Schlaflabor tagsüber zu absolvieren, welches sich aber nicht immer als sinnvoll erweist

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