Upper Airway Resistance Syndrom UARS

Bei Schlafapnoe-Patienten setzt die Atmung nachts oft über Minuten aus, da der Muskeltonus in den oberen Atemwegen nicht mehr stark genug ist, um den Weg aufzuspannen. Ähnlich, wenn auch in abgemilderter Form, verhält es sich beim sogenannten Upper Airway Resistance Syndrom (abgekürzt UARS).

Hier erschlafft die Muskulatur der oberen Atemwege nachts so weit, dass nur noch wenig Luft durchdringen kann. Auch wenn es hier also nicht zu Atemstillständen kommt, leiden die Patienten des Upper Airway Resistance Syndrom UARS unter störenden Weckreaktionen aufgrund ihrer verminderten Atmung. Das Schnarchen steigert sich hier über einige Minuten, da die Muskulatur mehr Arbeit aufbringen muss um gegen den Strömungswiderstand anzugehen. Die erhöhte Anstrengung lässt die Patienten plötzlich aufwachen, woraufhin das Schnarchen sich erneut langsam aufbaut.

Folgen des Upper Airway Resistance Syndrom UARS

Folgen der Schlafunterbrechungen können Tagesmüdigkeit, eingeschränkte Leistungsfähigkeit, Kopfschmerzen und verminderte Konzentration sein. Das Upper Airway Resistance Syndrom UARS rangiert in der Übergangsphase zwischen dem weniger störenden primären Schnarchen und der stärksten Form der nächtlichen Atemeinschränkung, der obstruktiven Schlafapnoe. Es tritt jedoch weitaus häufiger auf als Schlafapnoe - Schätzungen zufolge sind etwa 40 Prozent der Erwachsenen zwischen 30 und 60 davon betroffen. Anders als die Schlafapnoe tritt das Upper Airway Resistance Syndrom UARS auch in allen Altersklassen auf. Das Upper Airway Resistance Syndrom ist unabhängig vom Körpergewicht der Betroffenen und verteilt sich auf beide Geschlechter gleichermaßen. Mögliche Ursachen können neben der altersbedingten Erschlaffung der Atemmuskulatur jedoch Alkohol-, Drogen- und Schlafmittelkonsum sein. In seltenen Fällen tritt das Upper Airway Resistance Syndrom auch in Folge neurologischer Erkrankungen oder nach einem Schlaganfall auf.

Diagnose Upper Airway Resistance Syndrom UARS

Um das Upper Airway Resistance Syndrom UARS zu diagnostizieren, kann neben der nächtlichen Beobachtachtung in einem Schlaflabor auch der ösophagopharyngeale Druck des Patienten gemessen werden. Dabei werden die Auswirkungen der nächtlichen Muskelanstrengungen auf die Atemwege und die Speiseröhre untersucht. Um das Upper Airway Resistance Syndrom deutlich von einer Schlafapnoe unterscheiden zu können, empfiehlt sich eine polysomnographische Beobachtung im Schlaf. Dabei werden bei der EEG-, EOG- und EMG-Ableitungen ausgewertet.

Behandlung Upper Airway Resistance Syndrom UARS

Zur Behandlung des Upper Airway Resistance Syndrom UARS ist es möglich, dem Patienten über eine Nasenmaske nachts kontinuierlich Luft mit leichtem Überdruck zuzuführen. Weniger einschränkend ist jedoch eine sogenannte Unterkieferprotoriusschiene, die beim Zahnarzt angepasst werden muss. Die Schiene schiebt den Unterkiefer leicht nach vorne, wodurch der Abstand zwischen Ober- und Unterkiefer bis zu 5 mm vergrößert wird. Dadurch kann Atemluft leichter ein und ausströmen, ohne, dass der Patient im Schlaf gestört wird. Es ist auf jeden Fall anzuraten sich in Behandlung zu begeben um das Schnarchen zu stoppen.

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